Ehrenamt im Ruhestand

Viele Menschen überlegen, ob sie sich in der Rente ehrenamtlich engagieren möchten. Eine passende Aufgabe kann Lebensfreude, Selbstwirksamkeit und soziale Verbundenheit stärken. Wer sich gebraucht fühlt und wieder aktiv Teil der Gesellschaft ist, erlebt das Ehrenamt oft als sinnstiftend und bereichernd.

Damit ehrenamtliches Engagement langfristig Freude macht, sind laut Prof. Dr. Anton Amann drei Punkte besonders wichtig:

  • Autonomie
    Jede Person sollte selbst entscheiden können, wann, wie oft und wie lange sie sich engagieren möchte.
     
  • Passende Tätigkeit
    Das Ehrenamt sollte zu den eigenen Interessen, Fähigkeiten und Erfahrungen passen.
    Manche möchten ihre berufliche Erfahrung weitergeben, andere etwas Neues ausprobieren, das sie schon lange interessiert.
  • Sinn
    Die Tätigkeit sollte als sinnvoll erlebt werden. Wer spürt, dass das eigene Engagement etwas bewirkt, bleibt meist motivierter und zufriedener.

Ehrenamtliche Tätigkeit ist für Seniorinnen und Senioren weit mehr als eine Freizeitbeschäftigung. Sie schafft soziale Kontakte, fördert Aktivität, ermöglicht die Weitergabe von Erfahrung und stärkt das Gefühl von Zugehörigkeit. So kann Ehrenamt zu einem aktiven und erfüllten Leben im Alter beitragen.
Auch finanzielle Zuverdienstmöglichkeiten in der Rente werden derzeit verbessert. Angesichts der wachsenden gesellschaftlichen Aufgaben rund um eine älter werdende Bevölkerung kann dies jedoch nur ein Anfang sein.