Sicherheit im Alltag und im Internet
Stürze und Unfälle zu Hause vermeiden
Viele Unfälle passieren im eigenen Zuhause. Besonders im Alter können alltägliche Situationen, die früher selbstverständlich waren, zu einem Risiko werden. Mit einfachen Maßnahmen lässt sich die Sicherheit deutlich erhöhen. Eine sichere Wohnumgebung hilft, Stürze und Verletzungen zu verhindern.
Wichtig sind vor allem:
- Stolperfallen wie lose Teppiche, Kabel oder Türschwellen entfernen
- für gute, blendfreie Beleuchtung sorgen
- Nachtlichter in Flur, Bad und Schlafzimmer verwenden
- häufig genutzte Gegenstände gut erreichbar aufbewahren
- rutschfeste Böden oder Antirutschmatten nutzen
- stabile Möbel und Haltegriffe als Unterstützung verwenden
Besonders im Badezimmer passieren häufig Unfälle. Haltegriffe, Antirutschmatten, ein Duschhocker und eine erhöhte Toilettensitzhilfe können hier viel Sicherheit geben. Auch Treppen, Flure, Küche und Schlafzimmer sollten regelmäßig überprüft werden. Wichtig sind gut sichtbare Stufen, Handläufe, sichere Schuhe, ein erreichbares Telefon oder Notrufsystem und eine gute Beleuchtung.
Notfallvorsorge
Für den Ernstfall ist es sinnvoll, wichtige Telefonnummern gut sichtbar aufzubewahren, Angehörige oder Nachbarn einzubeziehen und gegebenenfalls ein Hausnotrufsystem zu nutzen. Auch ein hinterlegter Schlüssel bei einer Vertrauensperson kann im Notfall helfen.
Weitere Informationen:
Sicheres Vorarlberg: www.sicheresvorarlberg.at
Das sichere Haus – Sicherheit im Haushalt: www.das-sichere-haus.de
Mit unserer Checkliste zur Unfallprophylaxe können Sie Ihre Wohnsituation einfach überprüfen und mögliche Stolper- oder Gefahrenquellen frühzeitig erkennen.
Schutz vor Fake News und Betrug
Ältere Menschen werden häufig gezielt mit Falschnachrichten, Betrugsversuchen oder unseriösen Angeboten konfrontiert.
Deshalb ist es wichtig, Informationen kritisch zu prüfen und bei Unsicherheit nachzufragen.
Fake News erkennen
Falschnachrichten arbeiten oft mit starken Emotionen, Angst oder Empörung. Wenn eine Nachricht sehr dramatisch wirkt oder zum sofortigen Weiterleiten auffordert, ist Vorsicht geboten. Hilfreich ist es, die Quelle zu prüfen und Informationen auf offiziellen Seiten gegenzulesen.
Weitere Informationen:
Häufige Betrugsmaschen
Telefonbetrug:
Beim Enkeltrick oder Schockanruf geben sich Betrüger als Verwandte aus und behaupten, dringend Geld zu brauchen.
Auch falsche Polizei- oder Bankanrufe kommen häufig vor. Polizei und Banken holen niemals Bargeld oder Wertsachen ab.
Internet und E-Mail:
Gefälschte E-Mails von Banken, PayPal, DHL oder Amazon sollen dazu verleiten, Links anzuklicken oder persönliche Daten einzugeben.
Links in verdächtigen E-Mails sollten nicht geöffnet werden.
WhatsApp und soziale Medien:
Nachrichten wie „Mein Handy ist kaputt, das ist meine neue Nummer“ können Betrugsversuche sein.
Auch gehackte Profile, falsche Hilferufe oder Liebesbetrug kommen vor.
Online-Käufe:
Extrem günstige Angebote, falsche Shops oder Zahlungsaufforderungen außerhalb offizieller Plattformen sind Warnzeichen.
Die 5 goldenen Schutzregeln
- Nie unter Druck handeln
- Keine TANs, PINs oder Passwörter weitergeben
- Bei verdächtigen Anrufen auflegen und selbst über die offizielle Nummer zurückrufen
- Keine unbekannten Links in E-Mails oder Nachrichten anklicken
- Vor Geldüberweisungen immer eine Vertrauensperson fragen
Im Zweifel gilt:
Lieber einmal zu viel nachfragen als einmal zu wenig.
Weitere Informationen:
Seniorenportal – Sicher im Internet